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CDU setzt auf Karina Dörk im Rennen um Landratsposten

13.01.2010 | Uckermark Kurier

Von Heiko Schulze Prenzlau.

Den Neujahrsempfang am Montagabend im Prenzlauer Schützenhaus nutzte der CDU-Kreisverband Uckermark als willkommene Gelegenheit, um seine Landratskandidatin für die Direktwahl am 28. Februar zu präsentieren: Karina Dörk (45), Diplomagraringenieurin und Geschäftsführerin der Transport und Baustoffhandel GmbH aus Lübbenow.Nur wenige Minuten zuvor hatte die CDU-Mitgliederversammlung sie im Beisein des stellvertretenden Landesvorsitzenden Sven Petke mit einem klaren Votum von 98 Prozent der 41 abgegebenen gültigen Stimmen zur Landratskandidatin gekürt. Als einzige Kandidatin war sie vom CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen vorgeschlagen worden. "Es ist wichtig, dass Unternehmer unternehmerische Grundsätze mit in die Politik einbringen", stellte Koeppen heraus. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass dieser Wechsel nicht einfach ist: "Als Unternehmer hat man am Ende des Tages ein Ergebnis vorliegen, auch wenn es nicht immer ein positives ist. In der Politik geht alles langsamer." Mit Karina Dörk, die bei den Kommunalwahlen 2008 in den uckermärkischen Kreistag gewählt wurde, seit 2007 der CDU-Ortsgruppe in Strasburg vorsteht und in Lübbenow als ehrenamtliche Bürgermeisterin wirkt, sehe er eine Landratskandidatin, "die gestalten und nicht nur den Mangel verwalten möchte".Die Landratskandidatin selbst sieht in einer starken Wirtschaft die Grundvoraussetzung, um die Probleme innerhalb des Kreises lösen zu können. Aufgewachsen in Lübbenow, habe sie sich nach ihrem Studium bewusst dafür entschieden, in der Uckermark zu leben, zu wohnen und zu arbeiten. Die Situation und die Probleme der Region seien ihr aus eigenem Erleben vertraut: "Derzeit haben wir einen unausgeglichenen Haushalt, bundesweit die höchste Arbeitslosenquote und viele junge Menschen verlassen den Kreis, da sie hier keine Perspektive für sich sehen." Im Falle ihrer Wahl zur ersten uckermärkischen Landrätin wolle sie eine andere Bilanz am Ende ihrer Wahlperiode aufweisen: "Einen ausgeglichenen Kreishaushalt mit Gestaltungsspielraum, eine Arbeitslosenquote, die bundesweit im Mittelfeld liegt und einen Landkreis des Zuzuges, in dem auch junge Menschen ihre Familien gründen, in Frieden und Wohlstand leben können." Um das zu erreichen, sei es aus ihrer Sicht notwendig, die Wirtschaftspolitik in der Uckermark zu verändern. So strebe sie eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Uckermark an. Die Aus- und Weiterbildung müssen an die Erfordernisse der Wirtschaft geknüpft werden. Auch müsse die Ausschreibung von Aufträgen so erfolgen, dass in erster Linie Unternehmen aus der Uckermark den Zuschlag erhalten. Anträge müssten zügig bearbeitet werden: "Dass beispielsweise für die Schweinemastanlage in Haßleben, eine riesige Investition mit 50 Arbeitsplätzen, seit 2005 bis heute keine Entscheidung gefallen ist, wirft kein gutes Licht auf den Landkreis Uckermark hinsichtlich der Investitionsfreudigkeit." Ihr Herz schlage zudem für die Landwirtschaft: "Auch wenn kein Landrat den Milchpreis direkt beeinflussen kann, gilt es, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen. Das betrifft auch den Verkauf von Ackerflächen zu überhöhten Preisen."Die Unterstützung der erneuerbaren Energie, die weitere positive Entwicklung des Tourismus seien für sie weitere erklärte Ziele. Ebenso die Förderung der Kultureinrichtungen wie Uckermärkische Bühnen in Schwedt, Preußisches Kammerorchester in Prenzlau, Multikulturelles Centrum in Templin, Ehm-Welk-Museum in Angermünde und die Musikschulen: "Bei der Konsolidierung des Haushaltes und der Hilfe für die Kultureinrichtungen werde ich Ministerpräsident Matthias Platzeck, der sein Direktmandat in der Uckermark gewonnen hat, nicht aus seinem Wort entlassen."Als Chefin der Kreisverwaltung wolle sie sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand stellen und das Selbstverständnis und die Struktur dahin gehend verändern, dass "der Dienst am Bürger" im Vordergrund steht. Das beinhalte bürgerfreundliche Öffnungszeiten und kürzere Bearbeitungszeiten. Ganz wichtig sei ihr auch die Förderung der 24-Stunden-Kitas durch den Kreis: "Menschen, die im Schichtdienst arbeiten und sich gleichzeitig für eine Familie entscheiden, brauchen Unterstützung, um beides in Einklang bringen zu können." Nicht nur zwischen Kreistag und Kreisverwaltung, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden strebe sie eine neue Qualität an: "Wir können unseren Landkreis nur im Miteinander erfolgreich gestalten."

Quelle: Uckermark Kurier - Templiner Zeitung


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