Parlamentskreis Automobiles Kulturgut

Steuer runter für Kat-Oldtimer?

20.11.09 | Klassik AUTO Bild

Politiker fordern steuerliche Anreize für die Weiternutzung von Nachrüst-Kats mit H-Kennzeichen.

Endlich ist das Auto 30 Jahre alt - Zeit für das begehrte H-Kennzeichen mit seinem Pauschalsteuersatz von 191 Euro und freie Zufahrt in die Umweltzonen. Und der nachgerüstete Katalysator? Der fliegt raus, denn er kostet Sprit, und das Auto ist erst ohne Kat im Originalzustand. Ganz legal, aber schlecht für die Umwelt.

Verkehrsexperten und Mitglieder des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut sind sich einig, dass Wege gefunden werden müssen, diese Praxis zu beenden.

"Umweltaspekte müssen Vorrang haben vor Originalzustand", so Jens Koeppen (CDU) vom Parlamentskreis Automobiles Kulturgut. Er fordert einen "spürbaren Bonus" auf die Steuerpauschale für Oldtimer, die mit Kat fahren. Sogar eine Befreiung von der Kfz-Steuer könne er sich vorstellen.

Winfried Hermann von den Grünen geht weiter. Er möchte die H-Zulassung und damit die Berechtigung in Umweltzonen zu fahren, an die Kat-Nachrüstung knüpfen - sofern für das jeweilige Fahrzeug ein Nachrüst-Kat erhältlich ist.

Beide Wege würden eines bewirken: Auch bei Autos, die kurz vor dem H-Kennzeichen stehen, würde sich der Kat Einbau wieder lohnen. Denn der Kat war immer schon ein Rechenexempel. In den 80er-Jahren gab es Kfz-Steuerbefreiung, heute ist es ein niedrigerer Steuersatz, der Umrüstung motiviert. Und natürlich das gute Umweltgewissen.

Quelle: Klassik AUTO BILD, Ausgabe 4/2009, S. 32


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