Portraits und Interviews   

Für unsere Heimat in den Bundestag

Interview zur Bundestagswahl 2005 (Erschienen im Wahlkampfprospekt)

Warum glauben Sie, als Abgeordneter im Bundestag für unsere Region wichtig zu sein?

'Einige gewählte Abgeordnete sagen, "Ich kann in Berlin eh nichts für meine jeweilige Region machen, ich konzentriere mich eher auf meinen Fachbereich in Berlin.“ Das halte ich für falsch und gefährlich! Denn: Bundespolitik macht sich unmittelbar in der Region - in jeder einzelnen Gemeinde - bemerkbar. Bundesgesetze wirken unmittelbar auf die Menschen vor Ort. Infrastrukturmaßnahmen z.B. werden im Bundesverkehrswegeplan geregelt. Arbeitsmarktgesetze werden im Bundestag beschlossen und wirken auf jedes Unternehmen und auf jeden Mitbürger direkt. Steuergesetzgebung ist sowieso für jeden persönlich spürbar.'

Wollen und können Sie wirklich etwas für unsere Heimat tun?

'Ja. Das ist der Hauptgrund, warum ich diese Aufgabe anstrebe. Noch einige Beispiele, die uns alle angehen: Sind die Bundes-Kassen leer, wirkt sich das unmittelbar auf unseren Landkreis, unsere Städte und Gemeinden aus. Die kommunalen Haushalte arbeiten fast alle im Minus und sind oft hoch verschuldet. Die Zinsbelastung ist enorm. Das Geld für Zinsen könnten wir beispielsweise besser für Bildung, Sport und Kultur ausgeben. Gibt es zu viele unnötige Bundesgesetze, leidet auch die Uckermark und der Barnim unter dem Amtsschimmel. Gesetze für unsere Familien und Kinder werden in Berlin gemacht, ebenso wie die Rentenpolitik. Auch die Förderung und Unterstützung der neuen Länder wird in erster Linie auf Bundesebene entschieden. Und nicht zuletzt wird auch die Zuwanderung im Bundestag geregelt und muss vor Ort umgesetzt werden.'

Ist es also wichtig, sich ganz engagiert einzubringen?

'Unbedingt. Lobbyarbeit für seinen Wahlkreis zu machen, ist überlebenswichtig für unsere Region. Die Uckermark und der Barnim sollen in Berlin gut vertreten werden. Wenn ich das Vertrauen meiner Landsleute erhalte, kann ich in Berlin über unsere Region informieren und notwendige Dinge beschleunigen! Denn: Was in Berlin in den Ausschüssen und im Parlament erarbeitet wird, über das werde ich zügig in der Heimat berichten. Und wenn wir hier bei uns Hilfe brauchen, müssen in Berlin die entsprechenden Ohren und Türen geöffnet werden.'

Machen Sie, wenn Sie gewählt werden, die ganze Arbeit für unsere Region allein?

'Nein, das geht gar nicht. In Berlin hat ein Bundestagsabgeordneter ein Büro, das mit Mitarbeitern besetzt ist. Es gibt aber besonders in unserer Region unglaublich viel zu tun. Deshalb gibt es Wahlkreis-Büros mit Wahlkreis-Mitarbeitern, die die direkten Ansprechpartner für die Bürger sind. Für jeden hier. Eine gute Wahlkreisarbeit ist also überaus wichtig für die Entwicklung unserer Region - der Uckermark und den Barnim.'


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Jens Koeppen MdB | Alle Rechte vorbehalten | Seite drucken