Seit Monaten ist die Bildung einer neuen Wirtschaftsfördergesellschaft im Landkreis Uckermark in der Diskussion. Nach den gescheiterten Versuchen der einstigen Wirtschaftsfördergesellschaft und dem Haus der Wirtschaft, die Ansiedlung zu lotsen und die anwesende Wirtschaft zu unterstützen, soll nun zukünftig die Investor Center Uckermark GmbH – ICU diese Aufgabe übernehmen.
Jens Koeppen dazu: „Ich begrüße es sehr, dass die Wirtschaftsförderung in der Uckermark nun endlich den Stellenwert einnehmen soll, den sie verdient. Viel zu lange wurde zaghaft und unprofessionell experimentiert und sich nicht den wahren Herausforderungen gestellt. Jahrzehntelang hat die Wirtschaftsförderung im Landkreis nicht gegriffen und vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass es bei dem nun vorliegenden neuen Konzept anfangs mehr Fragen als Antworten gab und dass mehr Transparenz und Kommunikation eingefordert wurde.
Nun soll ICU – die neue Gesellschaft – auf den Weg gebracht werden. Ich begrüße sehr diese neue Entwicklung und das Engagement der Wirtschaft, der Verbände und der Politik jetzt die richtigen Weichen zu stellen und die Potentiale unserer Region zu nutzen.
Und diese Potentiale sind ohne Zweifel vorhanden. Allein die Branchenvielfalt ist beachtlich. Von der Erölverarbeitung über die Papierherstellung, der Metallverarbeitung und dem Armaturenbau, der Erzeugung von Erneuerbaren Energien, besonders aus Wind, Sonne und Biomasse, haben wir viele Branchen in unserer Region, die im nationalen und sogar internationalen Wettbewerb ganz weit oben mitmischen. Unsere Landwirtschaft ist die produktivste im gesamten Land Brandenburg und die nachhaltige Holzverarbeitung ist ebenfalls eine Vorzeigebranche. Wenn wir noch das Leistungsvermögen im Gesundheits-, Pflege- und Erholungsbereich ausschöpfen und kontinuierlich ausbauen, haben wir alles in allem ein durchaus gutes wirtschaftliches Potential und das alles bei den besten Umweltwerten in Deutschland und in einer Region, die alle Großschutzgebietstypen, wie Nationalpark, Biosphärenreservat sowie Naturpark, in einer Region aufweist. Und wenn wir das endlich als Chance begreifen und nicht als Gegensatz, dann meistern wir auch die Herausforderungen der Zukunft.
Die Kernaufgabe der kreislichen Entwicklung liegt in der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Uckermark. Dabei muss die neue Gesellschaft ICU das Augenmerk zum einem auf den Ausbau der Standortvorteile und der Entwicklung von Branchenschwerpunkten legen, aber insbesondere auch auf die Bestandspflege. Die Wahrung, Verbesserung und der Ausbau des vorhandenen Potentials ist neben der Ansiedlungsoffensive und des regionalen Marketings aus meiner Sicht die wichtigste Aufgabe. Dabei spielen die Kommunen eine entscheidende Rolle und müssen daher von Anfang an eng eingebunden werden.
Wir dürfen unser Licht nicht ständig unter den Scheffel stellen und sollten selbstbewusst die Vorteile und Chancen unserer Region sehen und nicht nur die Risiken. Das Kaninchen vor der Schlange wird letztendlich so oder so gefressen, auch wenn es sich nicht bewegt. Also sollten wir uns bewegen, und zwar beherzt in die richtige Richtung.“
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